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Montag, 22. September 2008

Mediterrane Küche (4)

Pflanzenöle - typisch für die mediterrane Küche
Olivenöl steht in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich hoch im Kurs. Es ist reich an so genannten einfach ungesättigten Fettsäuren.
Gerade diese wirken sich positiv in der Prävention von zahlreichen Erkrankungen (z.B. Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen) aus. Auch bei uns ist Olivenöl mittlerweile sehr beliebt.
Wir haben aber hierzulande auch ein heimisches, sehr hoch-wertiges Pendant: Rapsöl. Es ist ebenfalls reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, enthält darüber hinaus aber noch andere spezielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Omega-3-Fettsäuren.
Auch diese spielen eine immer bedeutendere Rolle wenn es darum geht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. In seiner Fettsäurezusammensetzung ist Rapsöl dem Olivenöl überlegen. Es ist geschmacksneutral und kann gut erhitzt werden.
Verwenden Sie Olivenöl für schmackhafte Salate und Rapsöl für die heiße Küche. Wechseln Sie einfach die Sorten ab, ein bis zwei Esslöffel hochwertigen Öls am Tag dürfen es ruhig sein ...

Mittwoch, 3. September 2008

Mediterrane Küche (3)

Obst & Gemüse – mehrmals am Tag

In „Grünzeug“ stecken neben den bereits genannten Stoffen auch sogenannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die farb-, geruchs- und geschmacksgebend sind und als natürliche Abwehr der Pflanzen gelten. Sie schützen auch uns und helfen, Bakterien zu töten und Zellschädigungen zu vermeiden. Obst & Gemüse schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken auch bei einigen Krebserkrankungen protektiv.

Dies liegt wahrscheinlich größtenteils an den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Möglicherweise spielen aber auch noch andere Faktoren eine Rolle. Deshalb hilft es nicht, auf Vitaminpillen auszuweichen. Obst und Gemüse in ihrer natürlichen Form – möglichst abwechslungsreich – sind entscheidend.

Dabei ist es am besten, saisonale Sorten, d.h. das was gerade in der Jahreszeit bei uns wächst, zu bevorzugen. Hierfür sollten Sie beim Kauf immer auf das Herkunftsland achten. Heimisches Obst und Gemüse kann wegen der kurzen Transportwege reif geerntet werden und enthält somit mehr bioaktive Stoffe.
Als Alternative ist der Griff in die Tiefkühltruhe möglich. Tiefgekühltes Gemüse und Obst wird gleich nach der Ernte gefrostet, alle Nährstoffe sind sprichwörtlich konserviert und bleiben erhalten. Fünf Portionen Pflanzenkost am Tag, wobei eine Portion ungefähr einer Hand voll entspricht, wären wünschenswert. Und übrigens, ein Glas Frucht- oder Gemüsesaft (100 Prozent Fruchtgehalt) zählt als eine Portion.

Freitag, 15. August 2008

Mediterrane Küche (2)

Essen und Trinken wie „Gott in Italien“ ist gesundheits-fördernd. Nicht zuletzt dadurch erfreut sich die Mittelmeer-küche auch bei uns zunehmender Beliebtheit. Oft ist es ein Stück Urlaub, dass wir auf diese Weise mit nach Hause nehmen...
Werfen wir einen Blick auf den Tisch und die Gewohnheiten unserer südländischen Nachbarn: Wir sehen viel Obst und Gemüse, Salate, hochwertige Pflanzenöle – meist Olivenöl – als wichtigste Fettquelle sowie Fisch und Milchprodukte. Hinzu kommen Wasser und Wein als Tischgetränke.
Es sind aber nicht nur die Lebensmittel, die typisch für die Mittelmeerküche sind, es sind die Gewohnheiten bei Tisch. Das Essen ist ein Ereignis, dem Zeit und Ruhe gewidmet werden. Oft trifft man sich abends im Kreis der Familie oder mit Freunden. Sicher gibt es in den südeuropäischen Ländern Fast-Food-Ketten, trotzdem ist der Stellenwert des Essens – vor allem des gemeinsamen Essens – höher als bei uns.
Dennoch, auch wir können mediterran genießen. Worauf kommt es an und worin bestehen Unterschiede zu unserer heimischen Küche? Gemüse und Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte sind nicht nur wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten, sie enthalten auch wichtige Ballaststoffe.
Im Gegensatz zu uns, essen die Südeuropäer eher Weißbrot; hier sollten wir beim Vollkornbrot bleiben. Weißbrot enthält so gut wie keine Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Diese Stoffe beziehen die Südeuropäer aus Gemüse, Obst & Co. In unserer Küche sollte Vollkornbrot ein fester Bestandteil bleiben, denn eine ballaststoffreiche Ernährung hilft nicht nur unserem Darm, sondern schützt zudem vor Darmkrebs.

Freitag, 9. Mai 2008

Mediterrane Küche (1)

Der Begriff Mittelmeerküche oder mediterrane Küche wird in Kochbüchern und umgangssprachlich häufig als Oberbegriff für die verschiedenen Landesküchen der Mittelmeerregion ver-wendet. Diese Küchen weisen zwar einige gemeinsame Ele-mente auf wie die häufige Verwendung von Olivenöl, mediter-ranen Kräutern und Knoblauch, unterscheiden sich teilweise jedoch erheblich. Deshalb gibt es genau genommen auch keine Mittelmeerküche, bei diesem Begriff handelt es sich in erster Linie um ein Schlagwort.


Als Grundelemente der Landesküchen der Mittelmeerregion gelten:

Olivenöl und Oliven - frisches Gemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Zucchini - Knoblauch, Zwiebel - Fisch und Meeresfrüchte - Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum - helles Brot, Pasta und Reis - in einigen Ländern regelmäßiger Rotweingenuss zum Essen.



Da mehrere medizinische Studien bei Bewohnern der Mittel-meerländern eine geringere Fallzahl von Herz-Kreislauf-erkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht sowie eine tendenziell höhere Lebenserwartung als in Nordeuropa und den USA festgestellt haben, wurde ein Zusammenhang mit der Ernährung in diesen Ländern hergestellt.

Das war der Anlass, Ernährungsempfehlungen zu entwickeln, die unter dem Namen Mittelmeer-Diät bekannt geworden sind. Diese Empfehlungen weichen jedoch von den tatsächlichen Essgewohnheiten der Mittelmeerländer teilweise deutlich ab, die Rezepte enthalten beispielsweise meist wesentlich weniger Fett als die traditionelle Kost dieser Region.